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BAUBERICHT: Reichsbahn-Raketentransport; hier: A4/V2-Rakete bauen und verladen (Bahn- und Straßenverladung, Epoche II).

#1 von Scio , 19.08.2016 16:50

Hallo -
wie in dem Thread über den Eigenbau der ("Freelance"-) Zugmaschinen Opel-Blitz und Faun bereits kurz erwähnt, soll ein zeitgenössischer Raketentransport der Epoche II mit Bahn- und Straßenverladung in einem Fahrdiorama dargestellt werden.
Siehe hier:
BAUBERICHT: Eigenbau-Zugmaschine in 1:32 (Epoche II), u. a. Opel-Blitz-3,0-to-Allrad als Zugmaschine - dto. FAUN Typ "Z".

Als Zubehör benötigt man
a) das Frachtstück = Rakete A4/V2,
b) einen geeigneten Waggon und
c) einen Transportwagen für die Straße sowie
d) einen Kran zum Verladen der Rakete
e) und natürlich eine Zuglok (das ist eine V-36-Diesellok; Wehrmachtstyp: WR 360 C14).

Hier schon mal eine Abbildung der Zuglok (wozu es aber später noch einen Extra-Thread geben wird!):


22.8.2016 NACHTRAG:
Der Lok-Thread findet sich nun hier:
ALT-DIESEL: Märklins V 36








Für alle Leser, die historische (Modell-)Darstellungen der WWII-Zeit mit "Argusaugen" betrachten und nahezu - oft pauschal - als "Kriegstreiberei" einstufen, hier gleich der Hinweis:
> Ich betreibe Modellbau für mich und ich orientiere mich nicht an irgendwelchen m. E. fehlgeleiteten Kritiken. Mich interessieren die technischen Details und die Umsetzung ins Modell.
> Dass der historische Hintergrund mit mörderischem Waffeneinsatz verwerflich war, ist jedem denkenden und mitfühlenden Menschen bekannt und eine historische Tatsache.
Mit der Modelldarstellung soll nichts verherrlicht werden. Modelldarstellungen dienen insofern auch der Information und können durchaus auch zur notwendigen Kritik an den Vorgängen der WWII-Zeit nützlich sein.

Nun aber zur Modelldarstellung.

Man benötigt zunächst ein Modell der A4/V2. Zunächst hatte ich vor, die Rakete als 1:32-Modell selbst zu bauen und fertigte einen Plan:





Doch der Bau ist aufwändig und meine Versuche schlugen fehl. Durch gute Kontakte zu Modellbauern in den USA erfuhr ich, dass dort gelegentlich noch der seit Jahren im Handel nicht mehr lieferbare Bausatz von DRAGON (1:35) auftaucht.
1:35 ist zwar nicht ganz exakt, aber das sind kleine Maßabweichungen zu 1:32, die man m. E. "verschmerzen" kann. Glücklicherweise konnte ich mir zwei der Bausätze ordern:




Wer besonders tief in die Tasche greifen will, kann sich in den USA dieses exakte 1:32-Modell ordern (rd. 250 €)



Dieses (Holz-)Modell steht auf zahlreichen Schreibtischen von NASA-Mitarbeitern, denn schließlich war die A4/V2 nach dem WWII (samt dem deutschen Raketenspezialisten Wernher von Braun) sehr nützlich für die weitere Raketenforschung und -herstellung.






































Zum Raketenbausatz von DRAGON:














Transport der Rakete im Modell (per Bahn und auf der Straße):


Nun ging es darum, für die Rakete

a) einen Bahn-Transportwaggon zu kreieren und

b) einen Straßentransportanhänger - zum Anhängen an die FAUN-Zugmaschine - zu konzipieren.

Dazu erste grobe Stellproben:







.....wird fortgesetzt!


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RE: BAUBERICHT: Reichsbahn-Raketentransport; hier: A4/V2-Rakete bauen und verladen (Bahn- und Straßenverladung, Epoche II).

#2 von Scio , 20.08.2016 14:40

Hallo -
zunächst noch ein Nachtrag am Rande - wer sich für den Modellbauer Andreas Coenen interessiert, findet im folgenden LINK mehr über ihn und seinen Modellbau.
Ich kenne ihn persönlich: Großartig - ein Ausnahmetalent!

http://www.modellversium.de/galerie/2-au...hersteller.html



Mein Raketen-Transportwagen für die Straße als Anhänger für den Faun-Z konnte nun weitgehend fertiggestellt werden (es fehlen noch verschiedene Zubehörteile am Anhänger). Mein Anhänger ist nicht der bekannte "Meiller"-Transportanhänger, der gleichzeitig eine ausfahrbare Startvorrichtung hatte. Mein Anhänger wurde als Sechsachser ausgeführt mit zusätzlicher Lenkachse vorn. Solche Anhänger gab es in Epoche II für die verschiedensten Transportzwecke.

> Als Modellbaumaterial verwendete ich zwei dreiachsige Chassis-Elemente (2 x Tieflader von New Ray im Maßstab 1:43,5). Diese Modelle hatten die m. E. passenden Radgrößen für das 1:32-Modell.

> Solche Schwerlast-Anhänger wurden im Original auch durchweg mit kleineren Raddurchmessern gebaut (kleiner als die Raddurchmeser der Lkw). Sie lagen dadurch tiefer auf der Fahrbahn und konnten über nicht allzu steile Auffahrrampen von achtern aus befahren werden.









Das Schöne an solchen Selbstbaumodellen ("Freelance") ist, dass es eben Unikate sind, die man im Handel nicht kaufen kann. Natürlich sind sie nicht perfekt, aber zur Szenengestaltung allemal geeignet.


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