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MÄRKLIN-Schürzenwagen der DB - Art. 58131 und 58132

#1 von Dr. A. v. Stein ( gelöscht ) , 03.10.2010 23:44

H i n w e i s:
Ich habe diesen Beitrag aus meinem Archiv
hier ins "neue Forum" gestellt.
Durch die Formatierung hier in diesem Forum
sind verschiedene Fotos rechts abgeschnitten.
Al


Modellvorstellung:

MÄRKLIN-Schürzenwagen,

Art.-Nr. 58131 und 58132 -
Ausführung in blauer Lackierung der frühen Epoche III a - vorstellen.

Diese beiden Modelle sind erstmals 2005 als Märklin-Neuheit angekündigt worden;
waren bis Februar 2010 im Handel noch erhältlich;

UVP 499,95 €;
Handelspreise von z. B. 349,00 (war 2010 einmaliges Sonderangebot eines Händlers) bis 405,00 € und 459,00 €, teils noch darüber.


Wichtig:

Art. 58132 (3. Klasse-Waggon) ist noch bei manchen Händlern zu beziehen;



Art. 58131 (1./2./3. Klasse-Waggon) ist nur noch bei einigen Händlern begrenzt verfügbar.



Nach Angaben von Märklin ist nicht abzusehen, wann diese jetzt ausgehenden Waggons wieder aufgelegt werden. Wer also einen Epoche-III-a-Schnellzug der DB zusammenstellen möchte, der ist gut beraten, diese Waggons – so möglich – noch bei Händlern zu ordern. Der Vorteil dieser Waggons ist, dass sie – obwohl exakt maßstabsgetreu, verhältnismäßig kurz sind. So machen sie auch bei Verwendung auf Meter-Radien noch „eine gute Figur“.

Ich selbst bestellte mir seinerzeit diese beiden Waggons, da ich sie für einen entsprechenden Schnellzug der Epoche IIIa benötige, der von einer Dampflok der BR 03 (KM1-Modell mit Wagner-Windleitblechen) gezogen werden soll.


Zu den beiden Modellen:

Vierachsige Abteilwagen in blauer Lackierung (vor der Klassenreform der 50er Jahre) mit detaillierter Einrichtung. Eingebaute Innenbeleuchtung. Mit angesetzten Lüftern und Schluss-Signalhaltern. Wagenübergänge mit Faltenbälgen und Aufstiegsleitern. Kupplungen in Kurzkupplungskulisse geführt. Befahrbarer Mindestradius 1020 mm. Maßstäblich exakte Länge über Puffer 66,3 cm.

Vorbild:

zu Modell-Art.-Nr. 58131:
Schnellzugwagen ABC4üwe-39/52 der Deutschen Bundesbahn (DB). 1., 2. und 3. Klasse (vor der Klassenreform). Drehgestelle Bauart Görlitz.

Zu Modell-Art.-Nr. 58132:
Schnellzugwagen C4üwe-38/52 der Deutschen Bundesbahn (DB). 3. Klasse (vor der Klassenreform). Drehgestelle Bauart Görlitz.

In zwei Varianten beschaffte die Reichsbahn ab 1939 weitgehend baugleiche Schürzenwagen. Der ABC 4ü-39 und der BC 4ü-39 unterschieden sich lediglich durch ein 1.-Klasse-Abteil, das der ABC-Wagen anstelle des dritten 2. Klasse- Abteils erhielt. Die Abteillängen beider Klassen stimmten überein, so dass die Fensteraufteilung nicht geändert zu werden brauchte. Äußerlich erkannte man den ABCWagen nur an der zusätzlichen "1" unterhalb des betreffenden Abteilfensters. Selbstverständlich fiel der Wagen sehr viel komfortabler aus als sein drittklassiger Bruder. Die Wände waren mit Sperrholz verkleidet und zum Teil mit Furnier beklebt. Für den Fußboden wählte die Reichsbahn Linoleum als Belag. Moderne Drehgestelle der Bauart Görlitz III gewährten einen ruhigen Lauf des Wagens. Neben der Dampfheizung ließ die Reichsbahn eine elektrische Heizung installieren. Die bei van der Zypen & Charlier in Köln-Deutz gebauten Wagen bewährten sich bestens. Mit dem Wegfall der 1. Klasse bezeichnete die Deutsche Bundesbahn alle Wagen als Fahrzeuge 1. und 2. Klasse. Vorhandene 1.-Klasse-Abteile wurden umgebaut. Die 21.250 mm langen Fahrzeuge mussten erst den 26,4-m- Einheitswagen weichen.



Einige meiner Modellfotos zu diesen Schürzenwagen 58131 und 58132:

Geliefert wird – wie üblich – im weißen Umkarton mit Styropor-Einsatz, wodurch sich eine sehr sichere (stramme) Lagerung ergibt, die bei normalem Umgang keine Transportschäden erwarten lässt.




Beigefügt sind Zurüstteile:



a) Vorbildgerechte Schraubenkupplungen, die man gegen die serienmäßig angebrachten Normal-Klauenkupplungen austauschen kann.
b) Bremsschläuche und Faltenbälge zur Detaillierung als Vitrinenmodell.

Auch die blaue Lackierung macht sich optisch m. E. sehr gut:



Die Drehgestelle Görlitz sind detailliert in Anlehnung an das Vorbild in Kunststoff ausgebildet; die Stromabnahme für die (konstante) Innenbeleuchtung ist akkurat unter den Drehgestellen angebracht.



Die Bremsanlage unterhalb des Wagenbodens ist nachgebildet:



Details, z. B. Türen und Bedruckung, sind – ebenso wie die Gesamtlackierung und das Dach - einwandfrei ausgeführt:







Diese Schürzenwagen sind etwas kürzer (aber vorbildgerecht!) als die dazu passenden Speisewagen und Schlafwagen
(diese beiden rot lackierten Wagenmodelle von Märklin sind vorbildentsprechend etwas länger als die blauen Sitzwaggons; siehe eigenen Thread dazu hier im Forum):



Rückansicht:




Die Beleuchtung funktioniert als Dauerbeleuchtung, kann aber durch Zurüstung eines Decoders digital auch separat geschaltet werden; die Inneneinrichtung ist vorhanden, wirkt etwa plastikhaft, müsste coloriert und mit Preiser-Figuren aufgemotzt werden:



Fazit:

Attraktive Modelle, die den Vorbildeindruck gut wiedergeben (die Maße stimmen weitgehend, vor allem die Länge). Auch in Verbindung mit filgranen Kleinserienmodellen aus Messing bestechen diese Märklin-Modelle durchaus.


Grüße!
Al


Nachtragen möchte ich noch, dass bei allen Märklin-Schürzenwagen die Kurzkupplungskulissen plus die am Modell fest installierten Faltenbälge (auch ohne die Zurüstfaltenbälge) eine optisch durchaus akzeptable Verbindung darstellen.






Dr. A. v. Stein
zuletzt bearbeitet 03.10.2010 23:54 | Top

RE: MÄRKLIN-Schürzenwagen der DB - Art. 58131 und 58132

#2 von Michael Staiger , 04.10.2010 21:42

Hallo Al,

die Faltenbälge in zusammengeschobener Position mit der hochgeklappten Übergangsbrücke aus dem Zurüst-Beutel sind für den Zugschluss vorgesehen.

Gruß aus Reutlingen
Michael

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RE: MÄRKLIN-Schürzenwagen der DB - Art. 58131 und 58132

#3 von Dr. A. v. Stein ( gelöscht ) , 04.10.2010 23:43

Besten Dank, Michael,
für die Korrektur/Ergänzung zu den Faltenbälgen!

Ich hab´ die Dinger noch gar nicht ausgepackt, nahm ursprünglich an,
die wären als Ergänzung zw. zwei Waggons gedacht.
Aber - wie ich oben durch die Fotos zeige - passt das ja auch so.
Da bedarf es keiner Ergänzung ....

Das macht also Sinn, dass die Zurüstteile für den Zugschluss
vorgesehen sind, prima!

Grüße!
Al

Dr. A. v. Stein

RE: MÄRKLIN-Schürzenwagen der DB - Art. 58131 und 58132

#4 von Dr. A. v. Stein ( gelöscht ) , 07.10.2010 10:04

Ich hatte oben erwähnt, dass sich die in 2011 erscheinende
Baureihe 03 von KM1 sehr gut eignet, um einen epochegerechten
Schnellzug mit den blauen Schürzenwagen zusammenzustellen.

Dazu nachfolgend ein Foto aus den Fünfzigern.





Foto zeigt die 03 179 am 5.10.1951 (?) am Rhein bei Koblenz; am Zughaken der
F 10 "Rheingold"
mit Pw4ü (blau) sowie den (blauen) Schürzenwagen
(erhabene Schrift "Deutsche Bundesbahn").

Foto v. Carl Bellingrodt

FOTO hier urheberrechtlich zulässig als Ergänzung der
REZENSION (Troche: "Mit der 03 unterwegs")
abgedruckt; siehe hier:
REZENSIONEN: Literatur zur Baureihe 03

Dr. A. v. Stein

RE: MÄRKLIN-Schürzenwagen der DB - Art. 58131 und 58132

#5 von Ulrich Geiger , 08.10.2010 13:44

Hallo Herr AI,
über Ihre Beschreibung dieser Wagen besteht absolut Konsens. Deshalb habe ich auch einen "satten" Zug davon. Zusätzlich zur Komplettierung natürlich das edle blaue Modell des KM1-Packwagens. Aber warum bis 2011 auf eine stilechte BR 03 warten? Bei mir wechseln sich bereits jetzt die filigranen Witte- und die Wagner-03 aus dem anderen Hause K+K vor diesem Zug ab. Bei dem Treffen 11./12.09.10 in Heilbronn hat Wolfgang Brinkmann einen solchen Zug (Original-Wagenreihung nach Vorbild 1952) mit der BR 03 Wagner gefahren. Unter nachfolgendem Link kommen Sie zu einem Beitrag, auf dem die ganzen Videos aufgelistet sind. Zwei davon widmen sich eben diesem schönen Schürzenwagen-Zug mit der BR 03.
http://s1gf.de/thread.php?threadid=7848&...htuser=0&page=4
Schöne Grüße und fröhliches Warten auf die BR 03 - übrigens jetzt gibt es dann erstmal die BR 50
Ulrich Geiger


Ein Schwabe in Mittelhessen

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RE: MÄRKLIN-Schürzenwagen der DB - Art. 58131 und 58132

#6 von W. Schönberger , 08.10.2010 19:06

Hallo Herr Geiger,

Auch ich gehöre zu den fröhlichen Wartern. Der Grund ist schlicht der, daß ich ( und das ist zweifellos Geschmacksache )
kein Freund des bei der BR 03 noch verwendeten falschen Rot`s des Fahrwerks bin. Da warte ich gerne auf die andere 03,
und fahre solange meinen blauen Schürzenzug und weitere Schnellzüge mit meinen anderen Schnellzugloks.

Nebenbei, ab der BR 78 ist das mit dem Rot insofern ja korrigiert, als von da an die RAL Farben 3000 und 3002 lackiert
werden.

Somit kommen für mich ab jetzt z. b. die 78er und 58er in Frage, und sonstige mehr.


von Spur-1er zu Spur-1ern, W. Schönberger

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