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PATINIERUNG: V 36 wird Wehrmachts-Diesel

#1 von Dr. A. v. Stein ( gelöscht ) , 03.10.2010 21:54

Hi,
meine schwarze MÄRKLIN V 36 (zugerüstet mit sehr realistischem ESU-Sound), die ich für mein WWII-Diorama „Bahn + Schiff“ brauche
(siehe hier: BAUBERICHT: Epoche II - Bahn + Schiff, hier: U-Boot im Trockendock plus Bahnanlage),

soll eine Wehrmachts-Diesel-Lok (WR 340) werden.

Also:
Raus an die frische Luft und komplett erst mal total rostig patiniert – die Seeluft hat`s in sich, wie man jetzt unten sieht.

Hier zunächst ein Ausschnitt aus einem Foto eines schwarzen V-36-Originals, das leicht angerostet ist. Dies diente mir zunächst als Vorbild für den ersten Arbeitsgang.





So sieht die ehemals schwarze V 36 nach dem ersten Arbeitsgang nun aus, nicht „leicht“, sondern komplett voll Rost, aber das ist vorerst nur das „Unterkleid“.













Ich finde Fotos nach dem Patinieren immer ganz nützlich, denn sie zeigen die Schwachstellen. Das Modell ist jetzt ein arg „versaut“ und muss noch entschärft werden.
In Kriegszeiten, zumal am Hafen, war das Rollmaterial sicher selten frisch lackiert, sondern eher stark gealtert und teils auch verlottert.


Meine „Schrotti-36
wurde nun nochmals im

zweiten Arbeitsgang

patiniert, um den Wehrmachts-Grünton aufzulegen und
trotzdem den stark patinierten Eindruck zu erhalten.

Das ist (vorerst) das Ergebnis:









Da sind noch einige Feinheiten zu verbessern, aber so langsam komme ich der Sache näher.....

Ich selbst finde, dass bei dieser blass-grünlichen Patinierung der V 36 das Metallisch-Blecherne, durch Seeluft angegriffene Lackbild gut rüberkomt.

Meine Vorgehensweise ist nicht so besonders spektakulär.

Ich benutze zunächst immer lösemittelhaltige Farben zur ersten Vorpatinierung. Danach setze ich überwiegend wasserlösliche Acrylfarben ein, und zwar die typischen (billigen) Abtönfarben, die man auch zum Tapetenstreichen üblicherweise nutzt.

Das Equipment:

Farben und Sprühpistole (plus Kompressor)



Die Abtönfarben lassen sich mit Wasser verdünnen, mischen und sehr gut mittels Sprühpistole aufbringen, aber auch wieder abwischen. Selbst nach dem Trocknen kann man diese Farben mit einem Messer noch abschaben (obwohl sie grifffest sind).

Abtönfarben gibt`s in großen Kunststoffgebinden und in kleinen Fläschchen:



Hat man (wie im Fall meiner V 36) zwei Farbschichten aufgebracht (zuerst Rost), so lässt sich sehr naturgetreu durch partielles vorsichtiges Abschaden/Abwischen der oberen (grünen) Schicht die untere Rostschicht in Streifen oder auch flächig hervorholen (so wie es bei rostigen Blechen auch real ist). Dadurch sieht es ziemlich naturgetreu aus.


Ablauf:

1.
Leicht-rostiges Pinsel-Patinieren des Fahrwerks mit lösemittelhaltiger Farbe (Revell, Humbrol).

2.
Gesamtes Modell mit gemischten Abtönfarben (mittels Sprühpistole) nochmals rostig färben. Vorher: Mindestens Abkleben der Fenster.

Aus diesen Farbtönen mischte ich den „Rost“:



So sieht das dann aus:




3.
Oberen Modellkörper mit Abtönfarben (mittels Sprühpistole) grünlich färben.

Das sind die Farbtöne
(Grün mit Schwarz vermischt) für den Modellkörper meiner V 36:





4.
Einzelne Stellen nacharbeiten (evtl. mit lösemittelhaltigen Farben) und verunglückte Farbstellen korrigieren; Abklebefolien entfernen.

5.
Beschriftung durch Decals (hier von Peddinghaus) abschließend aufbringen.

Das ist in Kurzform der Ablauf.

Grüße!
Al


Dr. A. v. Stein
zuletzt bearbeitet 03.10.2010 21:57 | Top

   

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