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Benecken BR 151 – kulantes Verhalten des Herstellers

#1 von Ulrich Geiger , 11.10.2011 23:53

Die BR 151 – eigentlich ein Kraftpaket – hatte beim Modultreffen in Borken 2011 völlig vergessen, dass schwere Loks dazu da sind, schwere Züge zu ziehen.
Vorgeschichte: Die KM1 BR 57 als „Stammlok“ für einen 40-Wagen-Kohlenzug fiel infolge mehrfachen Vorführens des Zylinderdampfes vor den Besuchern aus, weil das Triebwerk dadurch nach kurzer Zeit - „wie mit Schmierseife behandelt“ - rutschig war und nur noch schleuderte. Als Ersatzlok sollte die BR 151 herhalten. Aber sie schaffte diesen Zug nicht.
In einem Telefonat mit dem Hersteller erfolgten Fehleranalyse und Ferndiagnose. Ergebnis: Die Achslager der mittleren – nicht angetriebenen – Achsen der beiden dreiachsigen Drehgestelle tragen offensichtlich „zu viel“ des Lokgewichtes. Sie erhielten daraufhin „etwas aufgeweitete“ Achslager, so dass jetzt nur auf den angetriebenen Achsen der volle Achsdruck lastet. Zusätzlich wurden über den Drehgestellen noch Ballastgewichte angebracht. Jetzt hat sie den Lasttest bestanden: Auf der heimatlichen Fahrstrecke zieht sie mühelos im R 1020 einen 20-Wagen-Märklin-Panzerzug, einen wirklich schweren Brocken.
Obwohl die Lok schon 2 Jahre im heimatlichen Bw stationiert ist, hat sie Herr Benecken unkompliziert und bereitwillig im Kulanzweg „optimiert“.
Das nenne ich freundlich und fair – danke für diesen Service.
Schöne Spur 1 – Grüße
Ulrich Geiger


Ein Schwabe in Mittelhessen

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RE: Benecken BR 151 – kulantes Verhalten des Herstellers

#2 von Scio , 12.10.2011 19:55

Sehr schön, Ulrich Geiger, dass man über solch ein kulantes Verhalten berichten kann.
Herr Benecken zählt - nach meiner Erfahrung - zu den Kleinstserienherstellern "alter Schule".
Ich bewunderte bereits vor mehr als 20 Jahren seine V 200 mit Sound. Das war (bzw. ist noch) eine gelungene Konstruktion und technische Innovation.
Für solche Kleinstserienhersteller wird es aber schwieriger, den Markt zu bedienen, weil der "Ausstoß" (= Stückzahl) erklärlicherweise schon viel Zeit erfordert. Und der ungeduldige Einser scharrt mit den Hufen .....
Mir persönlich ist aber ein Hersteller grundsätzlich lieber, der zwar "gedehnt" produziert, dafür aber gute Modelle zu durchaus annehmbaren Preisen liefert - und seine Kunden persönlich kennt und auch unbürokratisch hilft (wie im genannten Fall).
Wünsche noch viel Freude mit der BR 151!
Konny


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(Ich weiß, dass niemand glücklich oder auch nur erträglich leben kann - ohne Studium der Weisheit; Zitat v. Seneca).

 
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RE: Benecken BR 151 – kulantes Verhalten des Herstellers

#3 von hornschu , 12.10.2011 21:05

Hallo, ich kann auch nur gutes über Herrn Benecken berichten. Meine V200 hatte einen Schaden in der Maschinenraumscheibe. Ich habe bei Benecken angerufen, und innerhalb kürzester Zeit lag die Scheibe Kostenlos in der Post. Man darf hier nicht vergessen das die 200er mehr als 10 Jahre alt ist. Das ist ein Top Service, sollte er mal wieder eine Lok bauen die der Epoche 3 entspricht und keine Oberleitung braucht, bin ich sofort wieder sein Kunde.


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