+++ KISS Re 6/6 (Foto: Scio) Anlage Jorissen

MÄRKLIN-Güterwagen: GI Dresden der DRG, Art.-Nr. 58241

#1 von Dr. A. v. Stein ( gelöscht ) , 09.09.2010 13:23

Hi,
möchte (insbesondere für Neueinsteiger) einen der besten MÄRKLIN-Güterwaggons hier aus meiner Sammlung vorstellen, den G-Wagen GI Dresden. Dazu als Erläuterung auch einen kurzen Abriss zur Geschichte des Vorbilds.

Märklin-Spur-1-Modell-Versionen:

a) Gedeckter Güterwagen GI Dresden der DRG, MÄRKLIN-Art.-Nr. 58241, Produktionszeitraum des Modells: 2004 – 2007; DRG = Deutsche Reichsbahn Gesellschaft; Epoche II (von 1920 bis 1945); Funktionen: Austauschbare Kupplungen, Federpuffer, Schiebetüren beidseitig; Material: Metall und Kunststoff.

b) Den Waggon gab`s auch als DB-Waggon (diese Version war in der großen Startpackung enthalten).

Preise:

Gehandelt werden diese Dresden-Modelle um 160,00 € aufwärts, Höchstpreise um 220,00 € für den sehr selten angebotenen DRG-Waggon.

Verpackung:

Wie beim Märklin üblich: Im weißen Umkarton gut verpackt im Styropor-Einsatz. Bei zu robustem Herausnehmen besteht allerdings bei diesem Modell die Gefahr, dass Kleinteile an den Fronten des Modells abbrechen!



Versionen:

Nachfolgend zu sehen sind beide Versionen, links DB-Waggon mit dunklerem, grauem Dach, rechts DRG-Waggon mit hellerem, silberfarbenem Dach:





Die Beschriftung ist bei beiden Versionen sauber und vorbildentsprechend ausgeführt:





Bewegliche Teile:

Sehr gut detailliert sind die Schiebetüren; sie sind mit feinen Metallgriffen bestückt:



Vorbild:

Der GI Dresden ist ein Güterwagen der sog. Verbandsbauart (mit und ohne Bremserhaus).

(Foto „Vorbild Dresden“: C. Bellingrodt, Sammlungs-Quelle unbekannt)


Der nach sächsischem Vorbild ab 1915 nach Musterblatt A 9 beschaffte gedeckte großräumige Güterwagen wurde von der DRG in den Gattungsbezirk Dresden eingeordnet, daher der Name. Die Verwendung unterlag Einschränkungen. Es sollten primär solche Güter befördert werden, die aufgrund ihrer Abmessungen oder Menge nicht in gewöhnlichen gedeckten Güterwagen untergebracht werden konnten.

Zunehmende Transportaufgaben und fortentwickelte Technik führten Anfang der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zur grundlegenden Überarbeitung der Güterwaggons. Ergebnis waren die von der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft beschafften Güterwagen der sog. Austauschbauarten.
Diese zeichneten sich durch Standardisierung und damit einfache Austauschbarkeit vieler Bauteile aus. Ursprünglich wurden diese Wagentypen (wie die Waggons der Verbandsbauarten) in genieteter Bauweise hergestellt.
Der bekannteste Typ dieser genieteten Austauschbauarten ist der zweiachsige G-Wagen des Gattungsbezirks Kassel, der (im Gegensatz zu seinem Vorgänger) nach Musterblatt A 2 ein stärker gewölbtes Dach zur besseren Ausnutzung der Fahrzeugumgrenzungslinie aufwies. Daraus wurde auch ein sog. Verschlagwagen (zum Transport von Nutztieren) abgeleitet und dem Gattungsbezirk Altona zugeordnet.
In den 30er Jahren setzte sich die Schweißtechnik vermehrt durch, sodass die ab diesem Zeitpunkt beschafften Güterwagen in geschweißter Bauweise hergestellt wurden. Die damit erzielte Gewichtsersparnis wirkte sich günstig auf das Lademaß aus. Gleichzeitig wurden die Fahrzeuge durch Vergrößerung des Achsstandes bei gleicher Wagenlänge auch für höhere Geschwindigkeiten ausgelegt. Wegen der höheren Lastgrenze konnten diese Waggons aber nicht mehr dem Gattungsbezirk Kassel zugeordnet werden. Es wurde der neue Gattungsbezirk Oppeln geschaffen.
Fahrzeuge dieser Bauarten blieben für die Bahnverwaltungen nach Ende des zweiten Weltkrieges lange Zeit unverzichtbar
Grüße!
Al


Dr. A. v. Stein
zuletzt bearbeitet 09.09.2010 13:25 | Top

   

KM1: Baureihe 18.3-6
Märklin-Schürzenwagen; hier: Abnehmen des Daches

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