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Märklin wurde übernommen - 10.Dez.2010

#1 von Gerhard , 10.12.2010 09:34

Hallo Einser,
eben von meinem Händer gehört:

Märklin wurde vom deutschen Schraubenhersteller Würth übernommen

Ob es stimmt ?

Grüße
Gerhard

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RE: Märklin wurde übernommen - 10.Dez.2010

#2 von Scio , 10.12.2010 10:04

Guten Tag -
Meldungen dazu siehe hier bei WELT-online.
Man achte auch auf die Kommentare einiger Leser dazu!

LINK:

http://www.welt.de/wirtschaft/article104...rklin-Chef.html

Hier geht`s zu WÜRTH:

http://www.wuerth.com/web/de/wuerthcom/portalseite.php


Scio, neminem posse beate vivere, ne tolerabiliter quidem, sine sapientiæ studio.
(Ich weiß, dass niemand glücklich oder auch nur erträglich leben kann - ohne Studium der Weisheit; Zitat v. Seneca).

 
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RE: Märklin wurde übernommen - 10.Dez.2010

#3 von Till E. ( gelöscht ) , 10.12.2010 11:54

Hallo

sind ja interessante Neuigkeiten.

Ob es dem guten Mann wohl gelingt, das wie geschmiert laufende Vertriebssystem von Gewürz auf die Modelleisenbahn zu übertragen?

Bekommt meine Frau dann auch ein Gewürz Präsent für ihren Schuhschrank, damit sie mir eine neue Lok absegnet ?

Grüße

Railroad Till

Till E.

RE: Märklin wurde übernommen - 10.Dez.2010

#4 von Scio , 10.12.2010 15:08

zu Till:

Ob der neue Geschäftsführer "das schafft", ist natürlich auch eine Frage nach dem Ziel.
Als Spur Einser ist mir nicht so ganz klar, was Märklin künftig in unserer Sparte an Zielen setzen und verwirklichen wird.

Mal ganz allgemein aus meiner persönlichen Sicht: Als Schuljunge war ich Märklin-Fan; ich trug zu dieser Zeit auch "Elefanten-Schuhe", ein Marken-Produkt. Diese Firma ist längst pleite, aber dennoch trage ich auch heute nach Jahrzehnten noch ordentliches Schuhwerk. Anders herum: Wenn Märklin auf Dauer vom Markt verschwindet, wird es immer noch Anbieter geben, die für den anspruchsvollen Einser etwas zu bieten haben.

Die Spur Eins-Chance bei Märklin besteht aus meiner Sicht lediglich darin, Ex-Hübner-Produkte ordentlich als Neuauflagen anzubieten - mehr erwarte ich nicht. Wenn man hört, wie Händler klagen, dass Märklin-Loks angeblich wie Blei in den Regalen liegen, dann nehme ich an, dass (außer "weißen Hardcore-Krokodilen" für Märklin-Hardliner) da nichts mehr ernsthaft Diskutables kommen wird.

Man darf auch Folgendes nicht vergessen:
Viele Märklin-Artikel (vor allem Loks) sind als neuwertige Gebrauchtware fast nicht mehr akzeptabel zu verkaufen; für Loks bekommt man im Schnitt nur noch 50 %. Das war mal anders, als es die K+K-Firmen mit ihren tollen Modellen noch nicht gab. Ich persönlich glaube, "der Zug für Märklin ist längst abgefahren" - unabhängig von den Personalien der Geschäftsführung.

Scio


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RE: Märklin wurde übernommen - 10.Dez.2010

#5 von Michael Staiger , 10.12.2010 19:06

Hallo "Scio",

wenn wir nur mal die Spur1-Angebote während der Insolvenz betrachten, sieht das für mich deutlich anders aus.
BR 24, VT 98, die 64 kommt, div. Hübner-Wagen - alles unterhalb der einstigen Preise!
Die BR 58 ist wohl eine Neuentwicklung, für ein insolventes Unternehmen m. E. eine beachtliche Leistung.
Selbst wenn Märklin unter neuer Leitung zunächst nur Epochen- bzw. Farb-Varianten bereits bekannter Fahrzeuge brächte (z. B. Schürzenwagen, Dresden u.v.m.),
hätten die genug zu tun und mir wäre das sehr recht.

Das dauernde genöle über "weisse Krokodile" sagt allenfalls etwas über die "Nöler" aus ;-)

Gruß aus Reutlingen
Michael


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zuletzt bearbeitet 10.12.2010 | Top

Märklin scheint unverkäuflich zu sein ...

#6 von Scio , 17.12.2010 16:52

..... wenn man die heutigen Meldungen des Handelsblattes liest:

http://www.handelsblatt.com/modellbahnhe...nhaufen;2714433

@ Michael:

Dein interessanter Satz:
"Das dauernde genöle über "weisse Krokodile" sagt allenfalls etwas über die "Nöler" aus ;-)"

Ja -
das stimmt in der Tat, denn diese Fraktion der kritischen Einser, die "weiße Krokodile" als "Anti-Spur-1-Innovation" ansehen und belächeln, diese Fraktion will MODELLE nach Vorbildern kaufen - und keine Fantasieprodukte.
Solche Produkte mögen vorübergehend die Märklin-Kasse etwas auffüllen, weil es immer Märklinisten gibt, die alles kaufen, wenn nur der Markenname stimmt. Aber davon wird Märklin nicht überleben können. Mit sowas "versaut" sich Märklin das Image - ist jedenfalls mein Eindruck.

Und der Markt beweist offenbar, dass dies zutrifft:

Noch nie waren neuwertige Märklin-Artikel im Durchschnitt so billig wie heute.
Die Marke hat (leider) an Ansehen (und damit an Wert!) eingebüßt. Märklin-Loks werden teils verramscht.
Warum wohl? Die BR 58 ist m. E. kein Highlight und wird vermutlich die letzte ureigene Märklin-Spur-1-Lok sein. "Beachtliche Leistungen" sehen m. E. anders aus:

Mit sowas wie "dem Weißen" hat Märklin bei mir aufgehört, ein ernstzunehmender innovativer Spur-1-Hersteller zu sein. Zukunftsperspektive: Allenfalls Ex-Hübner-Waggons als Neuauflage werden bei mir noch eine kleine Chance haben.

Freundliche Grüße!
Konny


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RE: Märklin scheint unverkäuflich zu sein ...

#7 von Scio , 17.12.2010 23:30

Möchte zu dem ganzen Märklin-Desaster noch etwas nachtragen, was mich im Detail interessierte.
Möglicherweise interessiert das auch andere. Und zwar geht`s im Moment bei Märklin um den Beschluss eines sog. Insolvenzplans. Damit will man aus der Insolvenz herauskommen und verspricht sich auch eine Verbesserung des geschäftlichen Images.

Wie aktuell der SÜD-WEST-PRESSE (Ulm) v. 14.12.2010 zu entnehmen ist, betragen die Schulden von MÄRKLIN mehr als 93 Mio Euro.

Die Forderungen der Göppinger Kreissparkasse, der BW-Bank und der Investmentbank Goldman Sachs sind darin mit 60 Mio Euro enthalten.

Für diese Gläubiger sieht der nunmehr neu zu beschließende Insolvenzplan, den Herr Pluta (derzeitiger Insolvenzverwalter) aufstellte, 27 Mio Euro vor,
das entspricht einer recht hohen Quote von 45 Prozent.

An zweiter Stelle folgt der Pensionssicherungsverein, bei dem Märklin mit insgesamt 9 Mio Euro in der Kreide steht. Statt einer Barquote soll Märklin wieder einen Teil der Pensionsverpflichtungen übernehmen.

In der dritten Gruppe sind die restlichen rund 1.350 Gläubiger zu finden, deren Gesamtforderungen 24,8 Mio Euro betragen. Für diese 1.350 Gläubiger sind Zahlungen von insgesamt 2,5 Mio Euro vorgesehen, was einer Quote von nur 10 Prozent entspricht.

Man kann daraus erkennen, dass die „Klein“-Gläubiger – im Gegensatz zu den Banken – extrem schlecht wegkommen sollen.

Beispiel:

Ein Handwerker, der z. B. eine Forderung von 10.000 Euro gegen Märklin hat, der erhält nur 1.000 Euro. Er hat für 9.000 Euro umsonst gearbeitet.

Die Banken dagegen, die lange Zeit meines Wissens mehr oder weniger tatenlos dem miserablen Management bei Märklin zugesehen haben, bekommen fast 50 % ihrer Forderungen. Der kleine Handwerker aber, der gutgläubig Märklin belieferte bzw. dort Dienstleistungen ausführte, wird mit nur 10 % "abgespeist".

Für mich als Betriebsinhaber einer Dienstleistungsfirma ist sowas unglaublich.

Man kann sich vorstellen, dass künftig z. B. Lieferanten oder Dienstleister für Märklin vermutlich nur noch gegen Bares oder Bürgschaften tätig werden.

Es wird insofern wohl weiter „eng“ für Märklin.

Viele Grüße!
Konny

P.S.:
Natürlich gibt`s aktuell sogar für Spur 1 eine tolle NEUHEIT:
Hier der "ganz frische" Link zum Museumswagen 2011, wenn es interessiert .....
http://www.maerklin.de/de/service/erlebn...seumswagen.html


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RE: Märklin scheint unverkäuflich zu sein ...

#8 von Scio , 20.12.2010 15:47

..

Fand bei der Online-Mittags-Lektüre
bei "WELT-ONLINE" diesen aktuellen Artikel:

http://www.welt.de/wirtschaft/article117...Ueberleben.html


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RE: Märklin scheint unverkäuflich zu sein ...

#9 von Scio , 20.12.2010 18:59

Hallo - und noch eine aktuelle Quelle:

Interview mit Herrn Pluta!
http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/pa...dem-konto-.html


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Hübner - bemitleidenswerter Gläubiger????

#10 von Scio , 21.12.2010 10:33

.


Hallo,
es geistern so einige Gerüchte durch die Modelleisenbahn-Welt. Angeblich soll auch Hübner zu den bemitleidenswerten Gläubigern zählen, die nur 10 % ihrer Forderungen ausbezahlt bekommen.

Das hat mich jetzt stark interessiert, aber es ist nach meinen Recherchen wohl nicht der Fall.

Man erinnere sich: Am 22. August 2007 wurde das Unternehmen Hübner Feinwerktechnik GmbH in das Unternehmen Märklin integriert. Alle Werkzeuge sowie das Fertigwaren- und Ersatzteillager wurden von Märklin übernommen (im Juli des gleichen Jahres war bereits LGB übernommen worden!). Damals war Vorsitzender der Geschäftsführung Axel Dietz. Im Jahr 2007 bestand noch keine Insolvenz, sondern Märklin war (noch) kreditwürdig und zahlte – soweit man das recherchieren kann.

Sogar 2008 wurden noch 12 Mio. Euro an Beraterhonoraren gezahlt!!

Die Hübner-Übernahme wurde m. W. weitgehend vollständig abgewickelt.

Es hätte ansonsten auch Hübner wohl ein Pfandrecht bei Nichtzahlung der Übernahmegelder behalten.

Unvorstellbar, dass Hübner sich ohne Sicherheiten von seinem Unternehmen (und vor allem von seinen Urheberrechten an Formen und Konstruktionen!) getrennt hätte.

Viele Grüße!
Konny


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