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Resinbausatz G10-Schuppen

#1 von V320_Fan , 21.11.2010 14:08

Weil wir hier schon mal das Thema Resinbausätze hatten, mal ein Beispiel für einen Solchen.
Ausgangsmaterial ist wie gesagt Resin. Der Bausatz besteht aus dem Wagenkasten, Dach und Fahrwerkrahmen.
Die Tür an der Frontseite habe ich nachträglich eingebaut, in dem ich einfach eine Tür reingesägt habe und mit PS-Profilen von Evergreen eine Rahmen drumrum zimmerte. Die Treppe besteht aus Furnier und Balsa und Farben aus nem ganz normalen Malkasten für die Schule. Das Ofenrohr ist ein Strohhalm mit Knick, die Lampe ist aus Messing zusammengelötert.


Gruß Ingo

Angefügte Bilder:
g10_1.jpg   g10_2.jpg   g10_schuppen1.jpg   g10_schuppen2.jpg   g10_schuppen3.jpg   g10_schuppen4.jpg  
 
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RE: Resinbausatz G10-Schuppen

#2 von Eisenbaer , 21.11.2010 15:00

Hallo Ingo,

das sieht gut aus. Originelle Ideen dazu. Es wäre nett, wenn Du uns noch etwas zum Bausatz und seiner Herkunft sagen könntest.


Viele Grüße und freie Fahrt der Spur 1 wünscht Euch der Eisenbaer und das Einsforum
Hans-Ulrich

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RE: Resinbausatz G10-Schuppen

#3 von V320_Fan , 21.11.2010 15:34

Hallo Eisenbaer,
der Bausatz ist von mir, sozusagen Quasi
ich bin gerade dabei einen Bausatz für einen G10 zu erstellen, und dabei fallen immer mal wieder Fehlabgüsse an, die man auf die Art ganz gut "recyceln" kann


Gruß Ingo

Angefügte Bilder:
g10_4.jpg   g10_9.jpg  
 
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RE: Resinbausatz G10-Schuppen

#4 von Scio , 25.11.2010 14:31

Guten Tag - Ingo:
Klasse!
Bitte mehr davon. Wenn es kein Betriebsgeheimnis ist, dann bitte auch mal kurz erläutern, wie die Formen gebaut sind, welches Resinmaterial (wie) verwendet wird - wo bekommt man das??
Danke bestens!

Scio


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(Ich weiß, dass niemand glücklich oder auch nur erträglich leben kann - ohne Studium der Weisheit; Zitat v. Seneca).

 
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RE: Resinbausatz G10-Schuppen

#5 von V320_Fan , 26.11.2010 01:08

Hallo Scio,
Die Sache ist an sich ganz simpel, du baust ein Urmodell
Hier mal die Seitenwand als Urmodell


Das wird dann in Silikon (ich mach morgen mal ein Foto wie so eine Silikonform aussieht) abgegossen und du hast eine Negativform, die dann mit Resin gefüllt wird, was dann so aussieht, wenn alles geklappt hat


Resin ist ein Kunststoff der aus 2 Komponenten zusammen gemischt wird. Da es flüssig ist, läuft es gut in alle Ritzen und Vertiefungen. Nach ein paar Minuten fängt es an auszuhärten, und wenn es so nach ner halben Stunde ausgehärtet ist kannst du es bohren ,schleifen, fräsen. Kleben kann man es aber nur mit Sek-Kleber.
Ich benutz das Resin, wie du siehst bekommt man des in der Bucht. da bekommst du auch das Silikon, aber ich benutz lieber Silikon aus der Dentaltechnik. Arschteuer aber richtig gut. Guckst du


Gruß Ingo

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RE: Resinbausatz G10-Schuppen

#6 von vt11.5 , 26.11.2010 10:02

Hi Scio,

den Formenguss kannst Du auch auf unserer Webseite unter "Basteltipps">"Modell(Press)kohle" verfolgen.

Ist schon toll, Du kannst viele (wenn Du selbst baust) Arbeitsschritte durch Duplizierung vereinfachen in dem Du Dein Urmodell (Deine Vorlage) in Silicon giesst. Dann kannst Du (fast) beliebig viele Abgüsse davon machen. Voraussetzung ist natürlich - wie Ingo schon schreibt - das Du gutes Silicon verwendest. Ergänzender Hinweis: Vor dem Giessen die Negativform kurz mit einem Trennmittel einsprühen!

Übrigens: es kommt darauf an was Du giessen willst. Für das Beispiel von Ingo, die Seitenwand, ist Resin/Giesharz erste Adresse, aber Du kannst - z.B. für Mauerteile etc. - auch Gips als Giessmasse verwenden.

So, und nun das WE genutzt und fleissig drauf los gegossen....

Gruß Peter


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RE: Resinbausatz G10-Schuppen

#7 von V320_Fan , 26.11.2010 11:39

Stimmt, für Gips ist es auch geeignet
So hier erst mal das versprochen Bild einer Silikonform

bei dem Silokon brauchst du noch nicht mal Trennmittel, es sei denn du machst mehrteilige Formen.
Natürlich mußt du nicht immer ein Urmodel bauen, du kannst auch vorhandene Modelle als Urmodell benutzen
Hier mal ein Abguß eines Führerstandes der V 160, eine dreiteilige Form
In der Mitte das Original


Hier noch ein Beispiel für´s dublizieren
Urmodel ist ein modifiziertes Hübnerrad


Hier der Abguß in Silikon


Der Resinabguß


und die fertigen Achsen


Gruß Ingo

 
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RE: Resinbausatz G10-Schuppen

#8 von Scio , 27.11.2010 11:58

Danke schon mal herzlich für die präzisen Erläuterungen (auch die Ergänzungen von vt11.5/Peter!).
Das könnte für mich auch ein Anreiz sein, sowas auszuprobieren.
Mal sehen, es kribbelt in den Fingern, damit anzufangen -
("...kommt Zeit, kommt Resin ...).

Scio


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RE: Resinbausatz G10-Schuppen

#9 von Moba777 , 27.12.2010 18:15

Hallo Ingo,

wie machst Du das mit dem Giessen?
Auf einem Rütteltisch oder in der Vakuumbox?

Grüsse
Moba777

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RE: Resinbausatz G10-Schuppen

#10 von V320_Fan , 30.12.2010 12:58

Bei den Räder wird einfach gegossen, aber bei dem Schuppen müsste man unter Vakuum giessen. der Aufwand ist aber sehr hoch.
Ich gieß das Resin in die Form, und die Luftblasen puhle ich mit nem Schraubendreher oder einem Stück Holz raus, hört sich komplizierter an als es ist.
irgendwo hab ich gelesen, man kann auch mit Überdruck giessen, so das die Luftblasen zusammengepresst werden, dass sie so klein sind, dass sie quasi nicht mehr sichtbar sind. allerdings brauchts dazu mindestens 4 bar und ne Druckkammer


Gruß Ingo

 
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RE: Resinbausatz G10-Schuppen

#11 von vt11.5 , 30.12.2010 14:55

Also ich mache das in unserer Werkstatt auf einem provisorischen Rütteltisch. Da kommt was schön Vibrierendes auf den Tisch (z.B. die Doppelschleifmaschine) und dann die frisch gegossene Form. Das ganze lassen wir dann ca. 30 Min. (je nach Gussmenge) auf dem Tisch rütteln und haben damit gute Ergebnisse erzielt.
Je dünner das Gussmaterial in der Form ist, desto diffiziler wird die Sache. Aber Rütteltisch halte ich für eine gute und vor allem preiswerte Alternative. Notfalls muß man halt etwas öfte probieren...

Gruß und guten Rutsch für Euch - Peter


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Rütteltisch selbstgebaut für Kleines !

#12 von Michael Wagner , 30.12.2010 18:07

Hallo Resinegießer oder für die Gipsfraktion,

man nehme eine 19 mm MDF Platte in der gewünschten Größe, 4 alte Tennisbälle und HT Rohrstopfen ( - ich glaube es was DN 50 ) oder Schaumstoffklötze und einen Billigschwingschleifer aus dem Baumarkt: Zuerst klebt man an den Ecken die 4 Vibrationsfüße bestehend aus den HT Stopfen und den Tennisbällen an die Unterseite der Platte. Dann verklebt man den Schwingschleifer flächig am Rand der Oberseite und hat damit einen wirkungsvollen Rütteltisch für ca. 25 €.

Viel Spaß beim Nachbau und guten Rutsch ins neue Jahr.

Michael Wagner

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RE: Rütteltisch selbstgebaut für Kleines !

#13 von Eisenbaer , 30.12.2010 18:12

Hallo Michael,

Danke für den Tipp und ein herzliches Willkommen her im Forum.
Auch Dich möchte ich einladen, doch unter der Rubrik Vorstellungen ein wenig über Dich zu schreiben.


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